Montag, 21. November 2011

Sag mir wozu gibt es Tränen?...

... Ein Wort, eine Tat, ein Ereignis. Ein starrer Blick in das dunkle grau am Horizont. Es ist kalt. Kein Gefühl mehr in den Händen, kein Gefühl mehr nirgendwo. Vollkommen leere herrscht in mir und um mich herum. Von irgendwo höre ich Stimmen. Ein Junge. Ein Mädchen. Nicht älter als siebzehn. So vertraut und verbunden wie die Stimmen auf mich zu kommen, verschwinden sie immer weiter in den Armen der Nebelschwaden, welche sich über das flache Land ziehen. Ich erinnere mich. Ich versuche zu weinen. Es gelingt mir nicht.
Ein rauer Wind zieht an meinem Gesicht vorbei. Wie eine Hand streichelt mich die winterliche Brise sanft. Mit der zeit sind auch meine Zehen eingefroren. Alles ist eingefroren. Ich habe das Gefühl die Zeit bleibt für eine Weile stehen. Alles zieht langsam an mir vorbei. Nur von weitem hört man Autos, deren Reifen über die eiskalten Straßen der Stadt fahren. Von irgendwo sieht man Lichter. Eine kleine Hoffnung du könntest dort sein. Schnell wird mit klar, du bist nicht dort. Du bist weg. Weg von allem hier. Weg von mir.
Schnell wird mit klar, wie kalt es hier wirklich ist. Liegt es daran, dass du weg bist? Wäre es hier genauso bitter kalt, wenn ich wüsste, du wartest zuhause auf mich? Jedes hoffen, jedes Betteln raubt mir die letzten Kräfte, welche ich aus guten Zeiten so zahlreich angehäuft hatte.
Was macht es hier noch einen Sinn? So ohne dich? Ohne die Person. Die eine Person. Endlich läuft mir eine Träne über meine rechte Wange…




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